Naturheilkundliche Verfahren


Unter Phythotherapie versteht man die Behandlung mit pflanzlichen Heilmitteln. Die Pflanzenextrakte werden in Tabletten- oder Tropfenform angewandt, als Salben oder Tees. Dabei enthalten Pflanzenextrakte oft eine Vielzahl von pharmakologischen Wirkstoffen, die sich gegenseitig ergänzen. Die Wirkung ist daher gut, während Nebenwirkungen meist gering sind.


Die Eigenblutbehandlung dient der Umstimmung des Immunsystems. Es wird eine kleine Menge Blut entnommen, gegebenenfalls mit homöopathischen Medikamenten versetzt und in den Gesäßmuskel gespritzt. Die Eigenbluttherapie wird eingesetzt bei allgemeiner Abwehrschwäche, bei allergischen Erkrankungen wie beispielsweise Heuschnupfen oder bei entzündlichen Hauterkrankungen wie zum Beispiel Akne oder Neurodermitis. Auch bei Erschöpfungszuständen und chronischen Schmerzen ist die Eigenblutbehandlung eine große Hilfe.


Die Neuraltherapie wird auch als therapeutische Lokalanästhesie bezeichnet. Mit einem örtlichen Betäubungsmittel (Lidocain, Procain) werden Störfelder unterspritzt und damit ausgeschaltet. Durch Aufhebung von Blockierungen kann eine natürliche Heilung einsetzen. Neuraltherapie ist sinnvoll, wenn der Verdacht auf Störfelder im Körper besteht. Dies ist immer der Fall bei Narben, besonders wenn diese schlecht verheilt sind. Häufig finden sich Störfelder in Form von Muskelverspannungen oder chronischen Entzündungsherden z.B. Zahnherden. Die Folgen von Störfeldern können die verschiedensten Erkrankungen sein. Häufig sind Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Nervenschmerzen, Allergien und Immunschwäche. Aber auch Erkrankungen der inneren Organe wie zum Beispiel Magen-Darm-Probleme können die Folge von Störfeldern sein.


Bachblüten können eine Hilfe sein in bestimmten Lebenssituationen, zum Beispiel bei akuten seelischen Belastungen wie Prüfungssituationen, Unfallfolgen oder Trennungen. Bei länger anhaltenden körperlichen oder seelischen Beschwerden können Bachblüten helfen, die in solchen Situationen häufigen Gemütszustände wie Lustlosigkeit, Mutlosigkeit oder Verzweiflung zu überwinden und den Lebensmut wieder stärken. Bachblüten bieten auch eine gute Unterstützung bei der persönlichen Weiterentwicklung, zum Beispiel wenn es darum geht, unliebsame Verhaltensweisen wie Intoleranz, Neid, Aggression oder Minderwertigkeitsgefühle abzulegen oder zu bearbeiten. Dabei können Bachblüten helfen, innere Ruhe und Zufriedenheit zu finden.


Die klassische Homöopathie arbeitet nach dem Grundsatz „Gleiches mit Gleichem heilen“. Ein Wirkstoff, der ähnliche Symptome wie die zu behandelnden hervorrufen würde, wird durch Verschütteln oder Verreiben mit einer Trägersubstanz in seiner Wirkung potenziert und in seiner Konzentration stark verdünnt. Durch die Behandlung mit dem potenzierten Wirkstoff werden die Selbstheilungskräfte angeregt. In der Regel treten keine Nebenwirkungen auf. Eine Erstverschlimmerung der Symptome ist möglich, zeigt aber die einsetzende Heilung an.


Die Misteltherapie ist eine wirksame Zusatztherapie bei bösartigen Tumoren. Mistelpräparate stärken die körpereigene Tumorabwehr, senken das Metastasenrisiko und verbessern die Lebensqualität, indem sie das Allgemeinbefinden bessern, tumorbedingte Schmerzen lindern und die Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung reduzieren. Die Misteltherapie kann auch angewandt werden als Schutz bei Erkrankungen, die ein erhöhtes Risiko haben, später einmal bösartig zu entarten.


Im menschlichen Darm leben eine Vielzahl von Bakterien - die sogenannte Darmflora. Diese Bakterien sind wichtig für unsere Gesundheit, und wir sind wichtig für sie als Lebensraum. Dies nennt man Symbiose. Bei einer Störung dieser Darmflora können Verdauungbeschwerden, Infektanfälligkeit, Störungen des Immunsystems wie z.B. Allergien und eine Verschlechterung des Allgemeinbefindens die Folge sein. Durch einen gezielten Wiederaufbau der gesunden Darmflora kann in diesen Fällen geholfen werden. Die mikrobiologische Therapie wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr übernommen.